Tradition

Auf dem Weg in die Zukunft

Am 10. Ami 1990, das heißt noch vor der Währungsunion, rollte der erste nach über 50 Jahren zum ersten mal vom Band gekaufte Mercedes 1748 unter bewegter Anteilnahme aller Belegschaftsmitglieder auf das ehemalige Speditionsgrundstück Ernst-Bauch-Straße 11 in Aue. Mit der politischen Wende 1989 war dem Firmeninhaber bewusst, dass alles in den letzten Jahrzehnten mühevoll Aufgebaute unter den neuen Verhältnissen der Marktwirtschaft nur noch eine ideelle Wertgröße verkörperte.

Und trotzdem bildete der veraltete Fuhrpark die Basis und damit die Vorraussetzung für die schrittweise Erneuerung des Fahrzeugbestandes der Spedition. Nach der Grenzöffnung begann die gezielte Aquise von Kunden in den Alt-Bundesländern. Das enorme Transportaufkommen zumeist von West nach Ost begünstigte die Bemühungen um die Erweiterung des Kundenstammes. Nachteilig wirkte sich der Wegfall vieler ortsansässiger Gewerbe- und Industriebetriebe auf das Tonnage-Aufkommen für das Speditionsgewerbe am Standort aus. Der lang ersehnte Einzug der Marktwirtschaft im Beitrittgebiet brachte neben vielem Positivem natürlich auch die negativen Seiten der freien Marktwirtschaft und deren Wirkungsmechanismen zum tragen. Preisverfall für Transportentgelte, oft nicht nachvollziehbare staatliche Förderung und Subventionen von Unternehmen mit Sitz in Westdeutschland sowie Glücksritter und Hasardeure wirkten auch Anfang der 90er Jahre negativ auf die Entwicklung der Spedition Döhler. Ende der 90er Jahre fand der Konsolidierungsprozess durch die Stabilisierung einiger traditioneller Unternehmen und der Gründung neuer Betriebe sein Ende und die Wirtschaft erholte sich in einem über mehrere Jahre dauernden Prozess. In den zurückliegenden 18 Jahren wurden durch die Firma Döhler Investitionen in Höhe von zirka vier Millionen Euro getätigt.

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