Tradition

Stationen mit Grenzen

Fahrgestelle, Reifen, Motoren, Fahrerhäuser, Verkabelung und vieles mehr waren erforderlich, um aus alten von der Wehrmacht zurückgelassenen LKW-Wracks wieder einsatzfähige Fahrzeuge herzustellen. Mit dem Aufbau verschiedener Lastwagen war der Grundstein für den weiteren Fortbestand der Firma gelegt. Mit der Heimkehr der Söhne aus der Kriegsgefangenschaft 1949 wurde die Last und Verantwortung für das Unternehmen wieder auf mehrere Schultern verteilt.

Engagierte Mitarbeiter versetzten Berge. 1964 trat Sohn Frank Döhler, gelernter Kfz-Elektriker, an die Stelle des verstorbenen Vaters Otto Döhler in die Firma ein. Nach dem Ableben des Firmengründers 1968 wurde der Betrieb durch die Geschwister Max und Paula sowie den heutigen alleinigen Inhaber Frank Döhler, der 1975 seine Qualifikation als Verkehrsmeister abschloss, erfolgreich geleitet.
In den Folgejahren bis 1989 waren fünf Skoda-Lastzüge, der "Mercedes Benz der DDR", im Bestand der Firma. In Folge der politischen Missverhältnisse und der sprichwörtlichen Mangelwirtschaft in der DDR war der Eigenbau von Fahrzeugen und das Beschaffen von Ersatzteilen sowie das Unterlaufen der Dieselkraftstoff-Kontingente unabdingbar für das Überleben der Spedition Döhler. Um nicht in die Situation der Zwangsverstaatlichung zu kommen war jeder Besitzer von Produktionsmitteln gut beraten die Größe seines Unternehmens in den gerade noch geduldeten Toleranzfeldern zu halten.
Trotz aller Schwierigkeiten spezialisierte sich die Spedition Döhler vor allem auf den sogenannten Fernverkehr innerhalb der Grenzen der damaligen DDR. Stahl- und Schwertransporte gehörten ebenso zum Leistungsspektrum der ausschließlich mit Skoda-Fahrzeugen arbeitenden Firma.

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